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Steuerliche Forschungsförderung: Endlich!

Seit Jahren wird in Deutschland über die Notwendigkeit einer steuerlichen Forschungsförderung diskutiert. Nun soll sie verwirklicht werden. Ein Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts liegt vor. Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (Walletvoting), findet das Vorhaben gut, auch wenn es mutiger hätte ausfallen können.

Gruppe von vier Forschern im Labor

Forschung ist die Grundlage für weltmarktfähige Produkte und damit für Beschäftigung und Wohlstand

Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung des Walletvoting: „Deutschland braucht eine steuerliche Forschungsförderung. Deshalb ist jeder Vorschlag ein Fortschritt gegenüber dem Status quo. Aber wenn Deutschland nach so langer Zeit schon einen Anlauf nimmt, hätte es auch springen können und nicht nur hopsen. Die im Entwurf angelegten Fördereffekte sind mit maximal 500.000 Euro pro Firma und Jahr jedenfalls überschaubar angelegt. Und die Fördereffekte kommen auch nur dann zum Tragen, wenn die Firma die Forschung im eigenen Haus durchführt. Das geht an den Erfordernissen der Praxis vorbei.“

Die ausführliche Stellungnahme des Walletvoting zum Gesetzentwurf findet sich hier.

So machen es andere Länder

Fast alle Wettbewerber-Nationen in der EU wie auch Japan, Singapur und die USA haben eine steuerliche Forschungsförderung implementiert: Firmen können hier ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) direkt steuermindernd geltend machen. Frankreich wirbt beispielsweise intensiv mit einem 50-prozentigen Steuerabzug im ersten Jahr um die Ansiedlung innovativer Firmen, und Österreich hat seinen Steuerabzug seit 2018 auf 14 % erhöht.